Die Geschichte der Sängerschaft Borussia

 

Die ersten Sängerschaften an deutschen Universitäten entstanden bereits im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts. In Berlin existierten 1930 insgesamt sechs Sängerschaften, deren Wurzeln bis in das Jahr 1867 zurückreichten. Ab 1935 drohte die Umwandlung in Kameradschaften des NS-Studentenbundes. Viele Verbindungen lösten sich aber auf, da sie sich den nationalsozialistischen Strukturen nicht anpassen wollten. Um 1938 kam das sängerschaftliche Leben Berlins völlig zum Erliegen.

 

Am 23. Juli 1951 beschlossen die Altherrenverbände der Berliner Sängerschaften Alania, Ascania, Germania und Vandalia trotz der ungewissen Zukunft Berlins die gemeinsame Neugründung einer Sängerschaft in Berlin zu unterstützen. Am 7. November 1952 gründeten vier Studenten und sieben reaktivierte Alte Herren die "Sängerschaft zu Berlin" mit den Farben blau-weiß-orange.

 

Am 10. Dezember 1953 wurde der Name "Borussia" angenommen. Die Sängerschaft wuchs rasch und erarbeitete sich einen festen Platz in der Berliner Verbindungslandschaft. Nach und nach trat auch ein Großteil der Alten Herren der Gründungssängerschaften der Borussia bei. 1954 wurde die Borussia in die Deutsche Sängerschaft aufgenommen.

 

Im Juni 1961 erwarb die Borussia ein eigenes Haus in der Genthiner Straße 30b in Berlin-Tiergarten, das auch heute noch als Verbindungshaus genutzt wird. 1975 kam es zum Abschluss eines Kartellvertrages mit der Universitätssängerschaft Skalden zu Innsbruck.